Was unterscheidet eine gute von einer weniger guten Empfehlung? Die kurze Antwort hierauf lautet „Mehrwert für den Leser“. Etwas genauer betrachtet lässt sich der Begriff Mehrwert dann in drei Bestandteile herunterbrechen: Fachbezug, Aussagekraft und vertrauensvolles Umfeld. Was sich genau hinter diesen drei Bestandteilen verbirgt und warum sogenannte Linkfarmen diese Anforderungen nicht erfüllen (können), das wollen wir uns in diesem Etappenstopp näher ansehen. Ach ja, falls Sie sich jetzt fragen, warum Sie als Empfänger einer Empfehlung dies alles wissen sollten, dann bleiben Sie unbedingt weiter dran.
Unser Ziel: Funktionierende Kniffe aus wertige Empfehlungen ableiten und sogar von schlechten Empfehlungen etwas Positives lernen.
- Bei einem Blick auf den Titel des Spickzettels ergibt sich gleich die Frage zum Unterschied zwischen Linktext und dem Begleittext.
- Nachdem die Standardfarbe für Linktexte im Internet blau ist, können wir uns diesen Teil der Antwort schnell selbst herleiten.
- Begleittexte – hingegen – sind die unmittelbare textuelle Umgebung, in dem der Linktext eingebettet ist.
- Beide unterscheiden sich zusätzlich in der Länge. Linktexte sind mit 2–4 Worten vergleichsweise kurz. Wogegen Begleittexte auch einen ganzen Absatz und damit mehrere Sätze umfassen können.
- Damit sind wir auch schon mitten in der Erläuterung des Spickzettels angekommen.
- Um die wichtigsten 5 Kniffe möglichst anschaulich rüber zu bringen, ist für jeden Kniff ein positives Beispiel im grünen Kasten mit einem schlechten Beispiel im roten Kasten gegenüber gestellt.
- Zusätzliche Tipps können Sie – wie gewohnt – der Spalte K entnehmen. Wo Sie den Kniff jeweils anwenden können und sollten, das verrät Ihnen die kleine Checkliste unterhalb der jeweiligen Erläuterung.
- Sehen wir uns nun die Kniffe der Reihe nach von oben nach unten genauer an. Auch hierbei empfehle ich wieder den Hut des Lesers bzw. Lieblingskunden aufzusetzen und dabei die Annahme zu treffen, dass Sie die Seite hinter dem Linktext nicht kennen.
- Kniff 1: Länge des Linktextes. Nutzen Sie statt einem generischen Wort besser eine Wortgruppe im Linktext, um die Zielseite bzw. den zu erwartenden Inhalt möglichst gut zu beschreiben. Vielfach bildet der Hauptsuchbegriff der Zielseite eine gute thematische Brücke und lässt die Empfehlung damit gleich natürlicher erscheinen, meinen Sie nicht? Ach ja, auch Google kann darüber den Mehrwert für den Leser noch besser verstehen.
- Kniff 2: Domainnamen verlinken. Bevor wir uns das Beispiel hierzu näher anschauen, werfen wir einen Blick auf die Tipps am rechten Bildschirmrand und verstehen damit den Unterschied zwischen verschiedenen Domain-Arten besser. Die Domain Ruhestand-Muenchen.de ist beispielsweise eine lokale Keyword-Domain, aus der Leser schon vor dem Besuch der Seite grob erkennen können, welche Inhalte sie erwarten. Anders verhält es sich einer Namens-Domain wie max-mueller.de. Diese ist thematisch breit einsetzbar, allerdings immer auf zusätzlichen Erläuterungen angewiesen, um Lesern den richtigen Kontext zu vermitteln.
- Leitfragen für die Auswahl einer geeigneten Domain-Art finden Sie übrigens beim Videoassistenten unter dem Schlagwort „Domain“.
- Kommen wir nun jedoch zum Kniff #2 zurück. Dieser eignet sich besonders für Empfehlungen in Blogs bzw. für Keyword-Domains. Sehen Sie von der vollständigen Angabe des Pfads einer Seite im Links – wie im Beispiel links – ab und machen den Linktext damit besser verständlich.
- Kniff 3: Thema plus Marke. Hierbei wollen wir mit Persönlichkeit punkten. Gehen Sie gern ans Telefon, wenn jemand anonym anruft? Ähnlich ist es bei Empfehlungen. Wenn Sie mit dem Linktext bereits wissen, mit wem Sie es in Person (in der realen Welt) zu tun haben, dann wirkt dies für einen Besuch gleich viel einladender. Kommt dann noch ein freundliches Bild hinzu, dann punkten Sie doppelt.
- Kniff 4: Kontext mitgeben. In der letzten Video-Anleitung haben wir gemeinsam die Seite von Stefan Stein besucht. Vielleicht erinnern Sie sich, er beschäftigt sich mit dem Thema „Personalentwicklung für Vertriebsmitarbeiter“, ein Thema, welches auch unser digitales Vorbild als Dienstleistung anbietet. Beide Partner bewegen sich fachlich im gleichen Umfeld und können damit wertvolle Empfehlungen für Leser beider Webseiten im passenden Kontext aussprechen.
- Bei der Empfehlung mit dem roten Rahmen ist dies jedoch nicht der Fall. Diese sogenannte Linkfarm listet Unternehmer aus verschiedensten Fachgebieten und mit unterschiedlichsten Produkten, ohne dem Leser eine Auswahlhilfe als zusätzlichen Mehrwert bereitzustellen. Nachdem über diese Seite vermutlich nie ein Nutzer auf Ihre Seite kommt, ist diese Empfehlung nicht nur wertlos, sondern sogar schädlich für die Qualitätsbewertung Ihrer Seite durch Google.
- Kniff 5: Sehen wir uns nun den Begleittext näher an. Dieser ist für den Leser, aber auch für Google ein wichtiges Merkmal dafür, ob und wenn ja, wie gut die Empfehlung den Quelltext inhaltlich erweitert.
- Bedenken Sie bitte auch, dass wir Leser nur dann einen Besuch auf eine Partner-/ Drittseite empfehlen, wenn wir das Thema in diesem Umfang nicht selbst beschreiben können oder wollen. Dahinter verbirg sich unsere grundlegende Philosophie für unser Thema, die beste Webseite für unsere Leser bereitzustellen. Damit sind eigene Empfehlungen auf andere Seite immer die zweite Wahl.
- Zurück zu unserem grün markierten Beispiel. Nutzen Sie den Begleittext, um eine Vorschau von dem zu beschreiben, was oder wen der Leser auf der Zielseite erwartet. Ist dann der Hauptsuchbegriff der Zielseite noch Teil des (blau markierten) Link-Textes, dann haben Sie vieles aus diesem Spickzettel bereits richtig umgesetzt.
- Nun bin ich Ihnen noch eine Antwort schuldig. Welche war das doch gleich? Ach ja richtig, wir sprechen die ganze Zeit von Empfehlungen, die wir eigentlich von anderen für unsere eigene Seite haben wollen.
- Gehen Sie bitte nicht davon aus, dass andere Ihnen diese Empfehlungen so mundgerecht und optimiert einbauen, wie wir es hier besprechen.
- Daher folge ich dem – und empfehle auch Ihnen – genau das Gegenteil. Verfassen Sie die gewünschte Empfehlung unbedingt selbst und lassen diese anschließend Ihrem Medienpartner mundgerecht zukommen.
- Weitere Tipps zur Ansprache und Auswahl Ihrer Partner für eine Medienkooperation sehen wir uns in der nächsten Video-Anleitung an.
Gut gemacht. Damit haben wir den zweiten von drei Bausteinen zur Optimierung unseres Empfehlungsprofils kennengelernt. In diesem Spickzettel finden Sie bewusst keine gelben Felder. Nutzen Sie dennoch die empfohlene Zeit, um die Beispiele in Spalte I mit Ihren bestehenden Empfehlungen aus Spickzettel 20 zu vergleichen. Dabei werden Sie auf Verbesserungspotenzial stoßen, welches wir zielführend beim nächsten Etappenstopp 22 – und somit bei der Umsetzung einfließen lassen können. Ich wünsche Ihnen dabei viele nützliche aha-Momente ;-).
