Warum Sie Unternehmer und kein Diplominformatiker sein müssen, um technische Optimierungen wirtschaftlich sinnvoll umzusetzen. Die Betonung liegt hierbei auf wirtschaftlich sinnvoll. Ja, Sie können einen Programmierer engagieren, die Anpassungen spezifisch für Ihre Webseite umsetzen lassen und sich damit ggf. in eine langfristige Abhängigkeit begeben. Ja, alternativ können Sie alle Optimierungen mithilfe von verschiedenen Erweiterungen selbst umsetzen, werden dafür Zeit in entsprechenden Wissensaufbau einbringen und damit u.U. unternehmerische Pflichten wie Kundenbetreuung bzw. Leistungserbringung hinten anstellen.
Persönlich habe ich beide Wege beschritten und bin zur Erkenntnis gelangt, dass keiner dieser Wege für Einzelunternehmer erstrebenswert sein kann, es sei denn, Ihre Kernkompetenz soll im Online-Business liegen. Wenn nicht, dann entscheiden Sie entlang Ihrer Kernkompetenz und stellen Sie sich die Opportunitätsfrage: Wenn ich doppelt so lange für diese Aufgabe benötige wie jemand, der dies regelmäßig ausführt, welchen Umsatz kann ich in der zu viel aufgewendeten Zeit erwirtschaften. Mehr Details zu diesen unternehmerischen Gedanken finden Sie im Beitrag „So wird Ihre Webseite zum Profit Center„. In diesem Etappenstop erhalten Sie alle nötigen Informationen, um Opportunitätsfragen zweifelsfrei zu beantworten und die Optimierungen wirtschaftlich sinnvoll umsetzen zu können.
Unser Ziel: Optimierungspotenzial aus Spickzettel 16 bewerten und den Weg zu dessen zur Umsetzung verstehen.
- Dieser Spickzettel ist strukturell mit dem aus Etappenstopp 16 identisch. Der Grund hierfür liegt auf der Hand. Alle im Fitness Test identifizierten Verbesserungspotenziale wollten wir nun bewerten bzw. bearbeiten.
- Daher ist auch dieser Spickzettel wieder in die beiden Teile seitenübergreifende und seitenspezifische Optimierungen gegliedert.
- Bevor wir die relevanten Abschnitte von oben nach unten gemeinsam durchgehen, sehen wir uns zunächst die Struktur des ersten Abschnitts „Indexierung“ etwas genauer an. Diese Struktur treffen Sie anschließend in allen weiteren Abschnitten analog an.
- Wie Sie in der kleinen Tabelle oben links erkennen können, habe ich die Ergebnisse aus dem SEO Audit (Spickzettel 16) hierher bereits übernommen. Damit entfällt das hin- und herspringen zwischen den Spickzetteln. Die gewonnene Zeit wollen wir stattdessen in die Bewertung des Optimierungspotenzials für den jeweiligen Abschnitt einbringen.
- Dafür finden Sie in Zeile 12 einen zusätzlichen Link, der Ihnen den Weg zu einem Ordner mit weiteren Details weist. Öffnen wir an dieser Stelle einmal den Link und sehen uns an, was sich dahinter verbirgt.
- Ziel des Links ist der Ordner, in dem Sie alle Fehlerlisten aus dem SEO Audit abrufen können. Die passende Fehlerliste für diesen Abschnitt können Sie am Dateinamen erkennen. Diesen Namen finden Sie übrigens auch im Spickzettel selbst, und zwar in blauer Textfarbe direkt hinter der gelben Checkbox.
- Die Fehlerliste können Sie direkt aus dem Ordner öffnen und den Inhalt bewerten.
- In unserem Beispiel sind 8 Seiten vermerkt, die nicht automatisch indexiert werden und über diesen Weg nicht in den Suchergebnissen erscheinen.
- Diese Einstellung ist für rechtliche Dokumente wie die ersten beiden sehr sinnvoll.
- Für interne Seiten wie die zur Anmeldung an der Bearbeitungsoberfläche (Backend) oder für die der Passwortänderungen ist dies ebenfalls sinnvoll.
- An den Seiten mit dem Adresszusatz „Tag“ erkennen wir, dass üblicher Weise für alle Stichwörter, die wir unseren Beiträgen zuordnen, automatisch eine indexierte Stichwort-Seite erstellt wird. Diese Option haben wir im Gruppensystem deaktiviert und finden daher (richtiger weise) auch hierfür einen noindex-Vermerk.
- Dies schont unser Crawl-Budget und ermöglicht uns neue Beiträge schneller auf die Ergebnisseiten interessierter Besucher zu bringen.
- Bevor Sie die nächste Fehlerliste öffnen schlage ich vor Ihre Erkenntnis im Spickzettel zu vermerken.
- Wir haben uns die Einstellungen zur Indexierung angesehen und für gut befunden. Damit können wir diese Optimierungsmöglichkeit buchstäblich abhaken.
- Sehen wir uns nun den verbleibendenTeil des Abschnitts genauer an.
- Im Bild oben rechts sehen Sie eine Abbildung des Werkzeugs, mit dem wir für WordPress-basierten Webseiten die Indexierung bzw. das Verfolgen von weiterführenden Links auf Seiten und Beiträgen beeinflussen können. Die relevanten Einstellungen sind jeweils mit einem kleinen Pfeil markiert.
- Jetzt stellen Sie sich ggf. die Frage, wo dieses Werkzeug in WordPress zu finden ist. Ist die Erweiterung namens Yoast installiert und aktiviert, dann finden Sie die im Bild dargestellten Einstellungen über den hier in den Zeilen 13 bis 14 angegebenen Pfad.
- Sehen wir uns den Pfad an einem Beispiel nun genauer an. Wechseln wir dafür in die Bearbeitungsoberfläche unserer WordPress-Webseite. Hier sehen wir am linken Bildschirmrand die Menüeinträge für Seiten bzw. Beiträge. In der Liste aller verfügbaren Seiten wählen wir die relevante Seite aus und öffnen diese mit „Bearbeiten“. Scrollen wir nun unter den Textbereich der Seite finden wir die im Spickzettel dargestellten Einstellungsmöglichkeiten und können diese anpassen.
- Mit einem Klick auf die Schaltfläche „Aktualisieren“ werden diese im System abgespeichert und damit für Google beim nächsten Besuch abrufbar.
- Je nach Werkzeug bzw. Optimierungsoption gebe ich Ihnen in der Mitte des Abschnitts noch weitere Tipps mit auf den Weg.
- Im Beispiel hier sehen Sie, für welche Webseiten die Anwendung genutzt werden kann,
- ob diese im Gruppensystem und damit im Rahmen Ihres SEO Share Abos nutzbar ist,
- welche Einstellungen Sie damit noch vornehmen können
- bzw. wo sie weitere Informationen dazu finden.
- Der Vollständigkeit halber zeige ich Ihnen im Bild unten rechts eine weiter Möglichkeit ganze Bereiche Ihrer Webseite nicht nur von der Indexierung, sondern gänzlich vom Crawlen auszuschließen. Ich bezeichne die die sogenannte robots.txt Datei immer als Türsteher für technische Besuchern Ihrer Webseite. Darin legen Sie fest, wo explizit bzw. wo nicht gecrawed werden soll. In den meisten Fällen sind die Standard-Einträge – wie hier in der Datei dargestellt – jedoch ohne weitere Anpassung anwendbar.
- Dieses Wissen über die inhaltliche Struktur können wir nun analog auf alle verbleibenden Abschnitte des Spickzettels anwenden.
- Steigen wir damit gleich in den nächsten Teil über die Vorschautexte ein. Hier treffen sie das gleiche Werkzeug an. Damit wissen wir bereits wo wir dieses finden. Mit einem Klick auf den Bereich „Google Vorschau können“ wir die sogenannte Meta-Beschreibung entsprechend anpassen und somit die gewünschte Optimierung erreichen.
- Sicherheit: Die Verschlüsselung von Webseiten wird im Sharing-System zentral gesteuert und ist demnach hier bereits abgehakt. Beim sicheren Einfügen externer Links ist ein Attribut in den Link-Einstellungen hinzuzufügen. Das Attribut ist im Bild rechts an einem Beispiel näher erläutert.
- Hinweis: Um die Nutzerfreundlichkeit Ihrer Seite zu erhöhen, empfehle ich externe Links zusätzlich mit einem Symbol so zu deklarieren, dass Nutzer diese einfach von internen Links unterscheiden können. Das dafür übliche Symbol können Sie in der Bildmitte über der Schaltfläche „Bearbeiten“ in grün gut erkennen. Auch diese Funktion wird im Sharing-System zentral aktiviert bzw. gesteuert.
- Haupt-Suchbegriffe: Auch hierfür können wir die Yoast Erweiterung nutzen. Bitte beachten Sie, dass Sie jeden Haut-Suchbegriff auf Ihrer Webseite nur genau einmal in das Feld Fokus-Keyword eintragen und diese Seite im Spickzettel 6 in der Spalte „Verwendung“ entsprechend vermerken.
- Fehlermeldungen: Lassen Sie mich in diesem Abschnitt zunächst darauf hinweisen, dass die Abbildung in den Zeilen 128 ff. nur ein Beispiel darstellt und sich nicht auf Fehler auf Ihrer Seite bezieht. In diesem Bild erkennen Sie jedoch, dass wir bei der Reparatur eines gebrochenen Links immer den Anker (Spalte F) und die Zielseite des Links (C) im Zusammenhang betrachten müssen. Die Fehlermeldung bezieht sich i.d.R. auf eine nicht vorhandene Zielseite, der Fehler ist jedoch häufig im Anker des Links auf der Quellseite zu suchen. Daher öffnen Sie bitte zunächst die in Spalte B verwiesene Seite und prüfen die Eigenschaften des Links wie hier im Bild rechts dargestellt.
- Seitenverzeichnis: Wie Sie ggf. bereits wissen, können wir mit der Erstellung einer sogenannte Sitemap die Struktur unserer Webseite gegenüber Google bekannt machen und damit Googles‘ Verständnis aus der eigenen Indexierung vervollständigen. Die Erstellung und Aktualisierung von Sitemaps erfolgt im Sharing System automatisch im Hintergrund. Auch hierfür bietet die bereits bekannte Erweiterung namens Yoast eine entsprechende Funktion für WordPress-Seiten an.
- Strukturbausteine: Sie kennen vermutlich die Funktion eines Index oder Inhaltsverzeichnisses aus dem Textverarbeitungsprogramm Ihrer Wahl. So etwas Ähnliches nennen wir hier Strukturbausteine. Damit erhalten Leser und auch Google zusätzliche Details über die Art, die Länge und die Struktur von Texten auf Ihrer Webseite und können diese besser mit der Suchintention von Nutzern der Suchmaschine abstimmen. Im Bild rechts sehen Sie ein Beispiel für den Fragen & Antwort Baustein, den Google mit etwas Glück direkt in die Suchergebnisse übernehmen und unseren Text damit prominent platziert. Nachdem wir noch keine Bausteine auf der vorliegenden Seite eingebaut haben, gibt es hierzu auch keine Fehlerliste.
- Adressformatierung: Lassen Sie uns hierzu zunächst das Beispiel im Bild unten links näher ansehen. Hinweis: Auch diese Einträge in der Fehlerliste sind nur beispielhaft. Spalte A zeigt 10 Adressteile, die entweder Sonderzeichen, Umlaute, Unterstreiche oder z.T. Großschreibung verwenden. Werden diese Elemente durch den Besucher aufgerufen, wird die URL des Zielobjektes unleserlich dargestellt. Dies wollen wir weitestgehend vermeiden. Achten Sie daher bereits bei der Vergabe von Dateinamen oder bei der Titelform auf die Verwendung der hier genannten Optimierungsvorschläge.
- Apropos Titelform. Diese stellt den letzten Teil der URL einer Webseite dar. Im Bild oben rechts sehen Sie, wo und wie Sie die grundlegende Struktur der Adressen in WordPress anpassen können. Bedenken Sie jedoch, dass diese Anpassung weitreichende Folgen auf die Funktion Ihrer Webseite hat und richten daher unbedingt die entsprechenden Weiterleitungen (im Bild darunter dargestellt) ein. Ihre Nutzer können damit von einer gespeicherten alten Adresse auf die neue Adresse verzweigen ohne eine Fehlermeldung zu erhalten. Bedenken Sie bitte ebenfalls, dass mit der Änderung einer Adresse ggf. erreichte Platzierungen in den Suchergebnissen verloren gehen.
- Andere externe Inhalte: Prüfen Sie in diesem Abschnitt, ob alle in der Fehlerliste vorhandenen Einträge von Ihnen bewusst auf externe Quellen verweisen oder ob diese auch direkt über Ihre Webseite zur Verfügung gestellt werden können. Im Bild unten links sehen Sie ein illustratives Beispiel. Alle Einträge mit dem Adresseninhalt „sharer“, „share“ oder „submit“ repräsentieren Social Media Symbole, die den Nutzer zum Teilen des Beitrags oder der Seite auf der jeweiligen Plattform einladen. Diese Symbole werden zurecht extern beigestellt. Im Bild rechts sehen Sie den Ausschnitt einer Seite, auf der links externe und rechts interne Inhalte angeboten werden. Nachdem die Inhalte links bewußt außerhalb der Webseite verwaltet werden sollen, ist eine Umzug derer hier nicht nötig.
- Auswertungsmöglichkeiten: Um auch diesen Abschnitt möglichst anschaulich zu machen, habe ich Ihnen zu jedem der drei Werkzeuge eine bildliche Illustration mitgebracht. Bitte prüfen Sie inwieweit Sie diese auch für Ihre Webseite nutzen können, um den Erfolg von Optimierungsmaßnahmen nicht nur zu messen, sondern auch steuern zu können.
- Kommen wir nun zu den seitenspezifischen Optimierungsvorschlägen und beginnen mit dem Seitentitel.
- In WordPress läßt sich dieser über die Funktion „QuickEdit“ ändern. Dafür öffnen Sie die Beitrags- bzw. Seitenübersicht und wählen aus dem Kontextmenü der relevanten Seite den gleichnaigen Eintrag aus. Anschliessend sehen Sie den im Bild rechts dargestellten Änderungsoptionen. In unserem Beipiel wäre der Seitentile auf weniger als 60 Zeichen sinnvoll zu kürzen.
- Überschriften: Siese werden direkt auf der Seite oder im Beitrag über den jeweiligen Block angepasst. Bitte beachten Sie das die Hauptüberschrift (H1) in jedem Beitrag oder auf jeder Seite genau einmal vorkommt. Vielfach ist diese mit dem Titel der Seite identisch und damit eines der wichtigsten Elemente für die Suchwortoptimierung.
- Inhalte: Prüfen Sie hier, ob die Seiten in Ihrer Fehlerliste bewußt mit „wenig Inhalt“ veröffentlicht wurden. Handelt es sich beispielsweise um eine Kontaktseite dann passen Sie den Seitentyp – wie im Bild unten rechts dargestellt – entsprechend an. Damit geben Sie Google einen gezielten Hinweis zum Zweck der jeweiligen Seite (funktionaler oder informativer Inhalt) und vermeiden Fehleinschätzungen bei der qualitativen Bewertung der Seite.
- Sie vertrauen auf die Rechtschreibprüfung in Ihrem Email und Textverarbeitungsprogramm? Darauf müssen und sollten Sie auch bei der Bearbeitung von Texten auf Ihrer Webseite auf keinen Fall verzichten. Im Bild oben links habe ich Ihnen eine Erweiterung für den Browser Ihrer Wahl mitgebracht. Nach der Installation werden Rechtschreib- und Grammatikfehler bereits beim Schreiben farblich hervorgehoben und können sofort korrigiert werden.
- Bilder: Wie wir die Größe der Bilder anpassen, das wissen wir aus dem vorherigen Video bereits. Fehlende Attribute und Beschreibungen können wir im Bereich WordPress-Medien zentral hinterlegen, egal wie häufig das Bild auf der Webseite eingebaut wurde. Im Bild unten links habe ich ein Bild in der Mediathek geöffnet und bekomme rechts neben dem Bild alle verfügbaren Felder zur Anpassung angezeigt. Den grauen Kasten sehen Sie rechts noch einmal größer dargestellt. Verwenden Sie gern das Beispiel von bleib-jung als Blaupause und übertragen damit fehlende Inhalte für Ihre Bilder analog.
Fantastisch. Damit haben wir alle Kniffe mit Werkzeugen für die technische Optimierung durchgespielt. Nun sind Sie an der Reihe. Wenden Sie das Gesehene analog auf Ihre Fehlerlisten an und entscheiden damit, wo Sie selbst aktiv werden können und wollen. Für Fragen stehen Ihnen der Videoassistent und ich jederzeit gern zur Verfügung.
